Vom Feld zum Gewebe, vom Flachs zum Leinen ...


2024 | Das Flachsdiplom
Handwerksgeschichte unserer Region als Mitmach-Projekt

Liebe Lehrer:innen, Erzieher:innen und Interessierte,

Dieses Projekt richtet sich vorrangig an Schulen und Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche bzw. Kleingartenanlagen mit Mehrgenerationen-, Projekt- und/oder Begegnungs-gärten.

Die Anplanzung sollte sich, vorallem an Schulen und ähnlichen Einrichtungen, im kleinen Rahmen von 2 bis max. 5 m² bewegen. Zum einen wird dadurch die Bewirtschaftung für die Einrichtungen überschaubar und zum anderen benötigt die Pflanze nach der Ernte einen Bearbeitungsschritt der etwas Erfahrung bedarf.

Im Rahmen des Flagship-Projektes "Gelebte Nachbarschaft" der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH besteht die Möglichkeit einer Teilförderung (Pflanzpaket) für unser Projekt. Ob Ihre Einrichtung für diese Förderung  in Frage kommt, teilen Ihnen die Mitarbeiterin:nen der Projektleitung des Kulturhauptstadtbüro´s gern mit.

Nutzen Sie dazu bitte das Anfrageformular auf der rechten Seite.

Natürlich ist auch ohne Förderung eine Teilnahme an unserem Projekt möglich. In diesem Fall erhalten Sie auf Anfrage ein Angebot für eine GTA- bzw. Projekttag-Maßnahme.

Der Anbau von Faserflachs versteht sich als Startpunkt unseres Schulprojektes und ist nicht zwingende Vorraussetzung für eine spätere Teilnahme/Buchung.
Sobald wir über genügend Rohstoff verfügen, können Sie unser "Flachsdiplom" natürlich gern in Form eines GTA- oder Projekttag- Angebotes für Ihre Einrichtung anfragen.

Übrigens eignet sich unser Projekt auch ganz hervoragend für die Sachkunde ... gern unterstützen wir Sie dabei. Für Rückfragen steht Ihnen Herr Voigt sehr gern zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie, Ihre Heranwachsenden und gemeinsames "Herumflachsen".


2023 | Micro-Projekt "Farbe bekennen ..."
Chemnitzer Gewerbe- und Industriegeschichte im öffentlichen Raum (er) lebbar machen.

  • Färberwaid
  • Färberwau
  • Krapp

Aus der Publikation „Handwerk im alten Chemnitz“, den Studien zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Chemnitzer Handwerks von den Anfängen bis zum Beginn der industriellen Revolution von Professor Helmut Bräuer, sind eindeutige Belege „zu blauen Streifen auf Bettzeug vor bzw. um das Jahr 1500!“ zitiert. Die Leineweber färbten das Garn selbst mit Waid. Zudem gibt es zeitliche Parallelen zum dargestellten Grabtuch des Engels am „Heiligen Grab“ im Bestand des Chemnitzer Schlossbergmuseum.

Zwischen dem Schlossbergmuseums und uns gibt es bereits erste Überlegungen, die Thematik aufzugreifen und gemeinsam „etwas Schönes“ im Rahmen der Museumspädagogik beim nächsten Epochenprojekt zur Gewerbeentwicklung im 18. Jahrhundert im kommenden Jahr zu entwickeln. Das Kolloquium dazu ist schon um den 20. Oktober 2023 geplant.

Vor dem Hintergrund der aus unserer Sicht spannenden Symbiose aus handwerklichem Tun und musealer Arbeit werden wir, ab September 2023, auf Großbeeten im Innenhof des Waldorfschule Chemnitz e.V., typische Färbepflanzen des Mittelalters anpflanzen und uns gemeinsam  mit den Pädagogen mit deren Verarbeitung bis zur Gewinnung der Rohstoffe beschäftigen. Unterstützt werden wir dabei von Schüler:innen, deren Eltern und Lehrer:innen des Waldorfschulverein Chemnitz e.V..

Der Start für dieses Projekt ist für September 2023 geplant:

Foldende Färbepflanzen werden angeplanzt

  • Färberwaid (lat. Isatis tinctoria)
  • Färberwau (lat. Reseda luteola)
  • Färberkrapp (lat. Rubia tinctorum)

Mit Projekt-Start können sie hier detailierte Projektbeschreibung als PDF downloaden.